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Die Seite, die der Verein selbst pflegt

Das Projekt für den ukrainischen Verein ist in der letzten Phase: ein einfaches CMS ist drin, die Inhalte pflegen sie jetzt fast komplett selbst. Es fehlen noch Texte und Fotos.

Von Georg Malahov

Das Projekt für die Website des ukrainischen Vereins, über dessen Anfang ich schon geschrieben habe, läuft seit April — und heute ist eine große Phase zu Ende gegangen.

Erst mal kurz, was dazwischen passiert ist. Im April habe ich die Domain gekauft und sie auf Ukrainisch registriert: soll weniger Risiko sein. Am 8. Mai haben wir uns getroffen und alle Papiere unterschrieben: den Werkvertrag, den Vertrag für die spätere Betreuung und die Auftragsverarbeitung. In meinen freiberuflichen Projekten hatte ich bisher überhaupt keine Verträge, das hier ist also mein erstes Projekt mit vollständigen Unterlagen und Unterschriften.

Und heute habe ich die Korrekturen der letzten Phase abgeschlossen. Die wichtigste davon: Ich habe ein CMS in der einfachsten Form eingebaut — ein Content-Management-System, also einen Adminbereich, in dem man Texte und Bilder ohne Programmierer ändern kann. Der Verein pflegt jetzt praktisch alle Inhalte selbst, bis vielleicht auf die Beschriftungen der Buttons. Das kommt mir wie das richtige Ergebnis vor: Die Seite eines Vereins sollte nicht davon abhängen, ob der Entwickler gerade einen Abend frei hat. Board aktualisiert, den Leuten einen Bericht geschickt.

Am schwersten war am Ende nicht der Code, sondern der Inhalt. Schon im April hatte ich vorgeschlagen, eine eigene Seite über die Vorsitzende zu machen, und wenn sich gute Stimmen und Interviews finden, die gleich dazu. Die Idee kam gut an, aber vernünftige Fotos und Interviews zusammenzubekommen klappt bei ihnen bisher nicht. Und ich verstehe sie — das ist wirklich harte Arbeit, viel härter, als es von außen aussieht. Von meiner Seite habe ich die Hilfe meiner Frau angeboten, sie ist Fotografin und Videografin: ein ordentliches Shooting würde die Hälfte davon erledigen.

Was bis zum Schluss übrig bleibt: auf die aktualisierten Inhalte vom Verein warten, Analytics und einen Cookie-Banner einbauen, die Seite zur Indexierung anmelden — und sie öffentlich freischalten.

Komisch: Gefühlt liegt der wichtigste Teil des Projekts schon hinter mir, obwohl die Seite noch niemand gesehen hat. Das Werkzeug ist in den Händen derer, die damit arbeiten werden — von hier an füllt sich die Seite mit ihren Texten und ihren Fotos, nicht mit meinen Platzhaltern. Ich warte auf die nächste Rückmeldung von ihnen, dann machen wir es fertig.