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Drei Stunden bis zur PWA

Nach dem Einreichen der Bewerbung konnte ich nicht aufhören: Noch drei Stunden — und die App wurde zur installierbaren PWA, tagsüber sah sie meine Frau, abends — Freunde. Und die ersten Härtetests für die Aufnahme.

Von Georg Malahov

Die Bewerbung ging gestern Abend, am 1. März, raus, aber aufhören konnte ich nicht: Nachts saß ich noch drei Stunden dran. Dafür habe ich aus der App eine PWA gemacht — eine Progressive Web App, bei der sich eine Webanwendung auf Handy oder Desktop installieren lässt und sich nativ anfühlt, ohne Adressleiste und andere Browser-Elemente. Nebenbei habe ich den Zoom repariert, den eine mobile App nicht braucht, dem Datumsfeld beigebracht, einen Kalender statt einer Tastatur über dem halben Bildschirm zu öffnen, die Chat-Überschrift oben festgepinnt, und beim Tippen auf das Mikrofon startet die Aufnahme jetzt sofort — und lädt beim Stoppen sofort hoch. Dazu Korrekturen für iOS, damit Systemelemente nichts verdecken. Zum Schluss habe ich den Müll aus dem Demo-Nutzer entfernt und bin schlafen gegangen.

Der Sinn dieser ganzen nächtlichen Bastelei ist einfach: Von „Handy rausgeholt" bis „ich spreche" sollen es so wenige Handgriffe wie möglich sein. Icon auf dem Homescreen, ein Tipp — die App ist offen, ein Tipp aufs Mikrofon — sie nimmt schon auf. Jeder überflüssige Klick auf diesem Weg kostet mehr als jedes Feature.

Morgens habe ich die aktualisierte App meiner Frau gezeigt. Und abends waren wir bei einem Freund zu Besuch, und es ergab sich eine ungeplante Präsentation. Ich führte von meinem lokalen Rechner vor, und ohne VPN funktionierte der Datei-Upload nicht — die Vorführung blieb also unvollständig. Aber die Reaktion hat mich trotzdem überrascht: Die Leute hatten nicht erwartet, wie viel schon fertig ist und dass das Basisszenario von Anfang bis Ende abgedeckt ist — eingesprochen, gespeichert, gefunden, beantwortet. Einer der Freunde begann sofort, laut über die nächsten Schritte nachzudenken: an wen man das verkauft und wie man es weiterentwickelt. Es ist schön, wenn dein Projekt plötzlich als Produkt diskutiert wird und nicht als Spielzeug.

Zwischendurch habe ich die App auf Überlebensfähigkeit getestet — so, wie ein normaler Mensch sie benutzen würde, nicht ich. Handy mitten in der Aufnahme gesperrt und weitergesprochen: scheint aufzunehmen. Vom Browser zu Telegram gewechselt — und da habe ich etwas Unangenehmes erwischt: Die Aufnahme stoppt, obwohl optisch alles weiterläuft. Der Nutzer redet ins Leere und verliert das Gesagte. Für ein Produkt, dessen Kernwert „einsprechen und vergessen" ist, ist das der schlimmstmögliche Bug, und ich weiß noch nicht, wie man ihn richtig löst: Der Browser geht schlafen und kappt die Hintergrundaufnahme, da braucht es irgendwelche Umwege.

Aus diesem Wochenende nehme ich eine einfache Sache mit: In zwei Tagen hat das Produkt den Weg vom Telegram-Bot zur installierbaren App geschafft, die man ohne Scham zeigen kann. Als Nächstes — die Kleinigkeiten von der Liste fertig machen und auf die Antwort zur Bewerbung warten. Und mehr solche Vorführungen und Tests: Den Bug mit der sterbenden Aufnahme hätte ich allein an der Tastatur nie gefunden.