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Mietbescheinigung und KdU-Nachweise fürs Jobcenter

Mietvertrag, Mietbescheinigung, Nebenkosten- und Heizkostenabrechnung fürs Jobcenter: welche Nachweise zu den Kosten der Unterkunft (KdU) beim Bürgergeld / Grundsicherungsgeld gehören, was Sie laut Bundesagentur schwärzen dürfen und wie der Mietvertrag ohne Scanner ein PDF wird.

Aktualisiert am 2026-09-25

Kurz: Für die Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU) will das Jobcenter Nachweise — meist den Mietvertrag, eine Mietbescheinigung und die aktuelle Heiz- und Betriebskostenabrechnung. Einzureichen sind Kopien, keine Originale. Jedes Dokument geht am besten als ein PDF: ein zwölfseitiger Mietvertrag als eine Datei, nicht als zwölf Fotos. So ein PDF entsteht am Handy direkt im Browser, auf der Seite von a4norm.

Bürgergeld oder Grundsicherungsgeld

Seit dem 1. Juli 2026 gibt es Grundsicherungsgeld statt Bürgergeld. Die Vordrucke, auf die sich diese Anleitung stützt, die Anlage KDU und die Ausfüllhinweise (beide Stand 04/2026), sprechen noch von „Bürgergeld“. Gemeint sind dasselbe Jobcenter und dieselben Nachweise zur Wohnung.

Was zu den Wohnkosten gehört

Die Anlage KDU bittet bei einer Mietwohnung um Nachweise zu den Kosten und nennt als Beispiele:

  • Mietvertrag;
  • Mietbescheinigung, ausgestellt von der Vermieterin oder dem Vermieter;
  • Gebührenbescheid;
  • aktuelle Heiz- und Betriebskostenabrechnung (Nebenkostenabrechnung).

Zur Frage, wie das Warmwasser erzeugt wird, verlangt der Vordruck ebenfalls einen Nachweis: den betreffenden Abschnitt aus dem Mietvertrag oder eine Mietbescheinigung.

Und ganz oben im Vordruck: „Bitte reichen Sie grundsätzlich keine Originalbelege, sondern Nachweise nur in Kopie ein.“ Was genau Sie brauchen, entscheidet Ihr Jobcenter; es kann auch weitere Unterlagen anfordern.

Was Sie schwärzen dürfen

Die Regeln stehen in den Ausfüllhinweisen der Bundesagentur für Arbeit (Stand 04/2026):

  • Im Mietvertrag dürfen Sie die Angaben zur Vermieterin oder zum Vermieter schwärzen — falls das Jobcenter die Miete nicht direkt an sie oder ihn überweisen soll. Das steht in den Hinweisen zum Datenschutz am Anfang des Dokuments.
  • In Kontoauszügen (Hinweis 19) — nur bei Ausgabenbuchungen, nie bei Einnahmen. Geschwärzt werden dürfen Teile von Empfänger und Buchungstext, die etwa ethnische Herkunft, politische Meinungen, Glauben, Gewerkschaftsmitgliedschaft oder Gesundheit betreffen. Die Buchung muss nachvollziehbar bleiben: Beim Mitgliedsbeitrag an eine Partei darf der Parteiname weg, „Mitgliedsbeitrag“ muss lesbar bleiben. Den Namen des Supermarkts dürfen Sie schwärzen, solange die Ausgabe als Einkauf erkennbar ist.

Schwärzen Sie auf Papier, vor dem Fotografieren, mit einem dicken schwarzen Stift — nicht mit einem Textmarker, durch den der Text durchscheint. Im PDF von a4norm liegt ein Bild der Seite: Was auf dem Papier abgedeckt ist, steht nicht in der Datei. Ein fertiges PDF in einer App zu übermalen ist unsicherer: Manche Programme überdecken den Text nur, statt ihn zu entfernen.

Das PDF erstellen

  1. Die Unterlagen trennen. Mietvertrag, Mietbescheinigung, Nebenkostenabrechnung — jedes wird ein eigenes PDF.
  2. Die Seiten der Reihe nach fotografieren, jede ganz, mit etwas Rand, bei gleichmäßigem Licht. Unterschriftenseite und Anlagen zum Vertrag ebenfalls. Mehr dazu in der Foto-Anleitung.
  3. Die Seite von a4norm öffnen, „Fotos hinzufügen“ tippen, die Seiten des Dokuments wählen oder gleich dort aufnehmen, dann „PDF erstellen“. Die Seiten kommen gerade heraus, auf weißem A4-Papier, eine blaue Unterschrift bleibt blau. Eine Seite ergibt meist ein paar hundert Kilobyte.
  4. Mit klarem Namen speichern: Mietvertrag.pdf, Mietbescheinigung.pdf, Nebenkostenabrechnung_2025.pdf.
  5. „Neuer Scan“ tippen (der Kreispfeil; ein zweites Tippen bestätigt) und mit dem nächsten Dokument weitermachen.

Eine Seite vergessen? „Fotos hinzufügen“ hängt sie an das fertige PDF an.

Einreichen

Über jobcenter.digital oder so, wie Ihr Jobcenter es verlangt. Welche Formate das Portal annimmt, welche Größengrenzen es geben kann und was Sie nach dem Upload prüfen, steht in der Anleitung zu Dateiformaten und -größen fürs Jobcenter. Braucht der Antrag auch eine Ausweiskopie, passen beide Seiten auf ein A4-Blatt.

Was a4norm nicht kann

  • Es entscheidet nicht, wie viel gezahlt wird. Welche Wohnkosten anerkannt werden, entscheidet das Jobcenter nach dem Gesetz. a4norm macht nur die Kopie lesbar.
  • Keine Garantie, dass das Jobcenter die Datei annimmt. Eine unvollständige oder unlesbare Seite muss womöglich noch einmal geschickt werden.
  • Keine Texterkennung. Im PDF liegt ein Bild der Seite, kein Text.

Wohin die Fotos gehen

Mietvertrag, Kontoauszüge, Beträge — alles persönliche Daten. Auf der Seite von a4norm gehen sie nirgendwohin: Das Foto wird direkt im Browser verarbeitet, auf Ihrem Handy, und weder Foto noch PDF werden an meinen Server oder in eine Cloud geschickt. Prüfen lässt sich das im Flugmodus.

In Telegram öffnet sich derselbe Scanner im Bot @a4norm_bot über die Schaltfläche „Scanner“ unten links, und auch dort bleibt das Foto auf dem Handy. Über meinen Server geht nur das fertige PDF, wenn Sie „In den Chat senden“ tippen; der Server behält es nicht.