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Die erste Kundin hat es allein geschafft

Meine Testkundin hat sich von selbst an den Untertitel-Editor erinnert und selbst Untertitel für ihr Video erstellt. Als Nächstes: das gemeinsame Passwort abschaffen, Anmeldung und Bezahlung einbauen.

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Von Georg Malahov

Letzte Woche ist eine kleine, aber für mich wichtige Sache passiert. Meine Testkundin — eine Pädagogin, genau die, mit deren Videos dieses Projekt begann — hat mir zum ersten Mal von sich aus geschrieben. Sie hat sich an den Editor erinnert, das Erstellen von Untertiteln ausprobiert — und bei ihr hat alles geklappt: Sie hat Untertitel für ihr Video generiert. Davor hatte ich ihr den Link gegeben, alles gezeigt und ein kurzes Demo-Video zur Bedienung aufgenommen. Ab da kam sie ohne mich zurecht.

Das ist ein echter Erfolg. Mein bisher einziger — nicht ganz echter, ein Test- — Kunde von außen konnte den Dienst benutzen und ein Ergebnis bekommen. Nicht in einem Call mit mir, nicht nach meinem Diktat, sondern selbst, als sie es brauchte.

Schon im Mai hatten wir ausführlich gesprochen, und ich habe mir die wichtigste Zahl gemerkt: Untertitel macht sie von Hand und braucht für ein einziges Video über eine Stunde. Automatische Untertitel aus anderen Werkzeugen taugten ihr nicht — mal sind die Sätze zu kurz, mal zu lang, mal hängen Kommas am Zeilenende —, also korrigierte sie alles manuell. Genau an solchen Videos habe ich den Editor getestet. Jetzt sieht der Weg anders aus: Video hochgeladen, Untertitel erstellt, korrigiert, was nicht gefällt — fertig.

Aus demselben Mai-Gespräch ist mir eine Liste größerer Ideen geblieben. Sie hat stundenlange Aufzeichnungen von Zoom-Stunden mit Schülern und muss daraus Rückmeldungen und abgeschlossene, kluge Gedanken für Social Media herausziehen — im Moment lässt sich das weder durchsehen noch analysieren. Eine ideale Aufgabe für meinen Dienst, aber sie steht in der Warteschlange: erst das Grundlegende.

Und das Grundlegende heißt: aufhören, den Editor hinter einem gemeinsamen Passwort zu verstecken. Aktuell ist der Zugang partisanenmäßig organisiert: ein Passwort für alle aus dem eigenen Kreis, denen ich den Link gegeben habe. Ich muss eine richtige Anmeldung bauen, Käufe und einen Testlaunch — damit der nächste Mensch weder mich noch ein Demo-Video noch ein Passwort von mir persönlich braucht.

Witzig ist, dass dabei nicht das Produkt selbst am meisten hinterherhinkt, sondern der Hub drumherum — diese Website, auf der alles zusammenkommen soll: Anmeldung, Bezahlung, Artikel. Der Editor funktioniert, die Kundin kommt zurecht, und das Schaufenster steht immer noch hinter einem Passwort und ohne Texte. Ein, zwei Tage dieser Woche stecke ich genau in den Hub — Zeit, die Passwörter abzuschaffen und mit dem Veröffentlichen anzufangen.

Die nächste Probe ist genau diese: Ein Mensch, den ich nicht kenne, kommt über einen Link und macht die Untertitel selbst. Die Kundin hat diese Woche gezeigt, dass das möglich ist.